Das Wichtigste in Kürze

Was ist unter palliativer Versorgung zu verstehen?

 

„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“ (C.Saunders)

 

Der Begriff Palliativ kommt vom lateinischen „Pallium“ = Mantel und drückt sinnbildlich aus, dass um den Betroffenen ein Mantel gelegt wird, um ihn zu schützen. Es gibt zwei Wege, um palliative Patienten zu versorgen. Das Ziel ist, dass die Patienten bis zu ihrem Lebensende ein menschenwürdiges Leben haben und ihnen schließlich das Versterben am gewünschten Ort (Zuhause, stationäre Pflegeeinrichtungen oder Hospizen) ermöglicht wird.

Zum einen ist dies durch die AAPV möglich. AAPV steht für Allgemeine Ambulante PalliativVersorgung. Diese Leistung wird in der Regel von niedergelassenen Haus- oder Fachärzten, stationären Pflegeeinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten erbracht. Wenn die AAPV jedoch den Bedürfnissen der Patienten nicht mehr gerecht werden kann, weil sich die Allgemeinsituation als äußerst belastend darstellt, benötigt es spezialisierte Hilfe in Form von der SAPV. SAPV steht für Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung und ist vor allem dann notwendig, wenn sich ein Krankheitsverlauf als äußerst komplex und intensiv darstellt und massive Probleme mit sich bringt. Dabei werden Symptome wie z.B. Schmerzen, Durst, Atemnot, Erbrechen usw. kontrolliert, der Erkrankte und dessen Umfeld bei psychischen, sozialen und spirituellen Problemen unterstützt und die bestehenden Dienste durch spezialisierte Fachkräfte vernetzt.

 

Was ist das Palliativnetz Freiburg?

Das Palliativnetz Freiburg gGmbH besteht aus einem multiprofessionellen Team, welches sich aus Ärzten und Pflegekräften mit Zusatzqualifikationen sowie einer Verwaltungskraft und ehrenamtlichen Seelsorgern zusammensetzt. Das Team absolviert regelmäßig Fort- und Weiterbildungen und sorgt für eine kontinuierliche Vernetzungsarbeit mit Haus- und Fachärzten, ambulanten Pflegediensten, Hospizgruppen, stationären Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, etc.

 

Welche Leistungen werden vom Palliativnetz Freiburg erbracht?

Das Palliativnetz ist zuständig für die Kontrolle und Linderung von Symptomen, die Bereitstellung von Medikamenten, Schmerzpumpenversorgung, psychosoziale Begleitung, Anleitung bei der Pflege Sterbender, Unterstützung bei Therapieentscheidungen, Unterstützung bei der Pflegegradeinstufung, Unterstützung bei der Gesundheitsvorsorge (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, PALMA). Des Weiteren befähigt sie Angehörige und den Erkrankten sich in Krisensituationen selbst zu helfen.

Der Einsatz der SAPV erfolgt immer erst über die Verordnung des Hausarztes. Das Einverständnis des Hausarztes die SAPV hinzuzuziehen und die Zusammenarbeit sowie regelmäßige Kommunikation mit diesem ist maßgeblich für eine erfolgreiche palliative Versorgung.

 

Download:

Grundsätzliches zur SAPV [PDF]

Übersicht: Gesundheitsakteure im Netzwerk [PDF]